Tief war der Eindruck, den die Zeilen des Gedichts aus dem digitalen Äther auf mich machten. E. L.‘s Wolfszeit von 2021 berührte mich auf mehrere Ebenen und ließ mich zugleich in einen lyrischen Spiegel unserer ungewissen Zeit blicken. Das Sich-Ablösen von einer überkommenen Welt, einer zivilisierten Gesellschaft in der Hochphase der Degeneration, ist ausschlaggebend für die Selbstfindung eines Mannes. Die falschen Ideale im Licht des Zeitgemäßen verschließen dem Ich das Erkennen der überzeitlichen Wahrheiten. Umtriebig werden wir und voller Ingrimm auf den Stumpfsinn, verachtend gegenüber der lauten Masse und ihren niederen Beweggründen in sämtlichen Belangen. So bleibt uns, den Suchenden, nur, es dem unliebsamen Wolf gleichzutun. Die Einsamkeit suchen, unsere Instinkte nutzen und neue Reviere erschließen.
Svartedauden
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| Mondlicht, Wolf, ca. 1904 von Frederic Remington |
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