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Beschwörung in Marmor

Hinter marmornen Augen flammt ein bronzenes Herz, steinernd still, bis die Zeit an Bedeutung verliert und die Ewigkeit durch alle Materie dringt. Umwölkt ist das Geistesleben der Vielen. Trotten im Spiegel des Himmels auf Erden umher; bis die Nacht die Wolken schwärzt. Der Mondschein lässt ihre Wurzeln treiben. Verkümmerte Wurzeln, die nie das wahre Licht erspüren konnten; nur Abglanz.        

Wolfszeit

Ein Gedicht von E. L. (hermes.noctis)

Tief war der Eindruck, den die Zeilen des Gedichts aus dem digitalen Äther auf mich machten. E. L.‘s Wolfszeit von 2021 berührte mich auf mehrere Ebenen und ließ mich zugleich in einen lyrischen Spiegel unserer ungewissen Zeit blicken.

Das Sich-Ablösen von einer überkommenen Welt, einer zivilisierten Gesellschaft in der Hochphase der Degeneration, ist ausschlaggebend für die Selbstfindung eines Mannes. Die falschen Ideale im Licht des Zeitgemäßen verschließen dem Ich das Erkennen der überzeitlichen Wahrheiten. Umtriebig werden wir und voller Ingrimm auf den Stumpfsinn, verachtend gegenüber der lauten Masse und ihren niederen Beweggründen in sämtlichen Belangen. So bleibt uns, den Suchenden, nur, es dem unliebsamen Wolf gleichzutun. Die Einsamkeit suchen, unsere Instinkte nutzen und neue Reviere erschließen.


Svartedauden 

 
Mondlicht, Wolf, ca. 1904 von Frederic Remington

 

   

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