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Paul Verlaine : Es regnet in meinem Herzen (Il pleure dans mon coeur)

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Vorgetragen von:  Nadeshda Freiin von Hoffnungsthal Manchmal besuche ich Ausstellungen, auch solche moderner Kunst. In diesem Fall war es eine zum Fluxus. Manches ist witzig, läßt mich schmunzeln, vieles läßt mich ratlos zurück. Ich schlendere durch den Raum, hier und da verweilend. Dann gelange ich zu einem aus einem Skizzenblock herausgerissenen und gerahmten Blatt Papier. Darauf Zeilen eines Gedichtes von Paul Verlaine, mit stilisierten Regentropfen und einem Herz in einem Viereck. Die Kuratorin erzählt etwas zu Künstler und Werk, warum er das Wort Straße durch TV ersetzt hat, wie die Realität mehr und mehr durch die Medien wahrgenommen und geformt wird. Und ich merke, wie eine Saite in mir beginnt, zu schwingen. Mag es vielleicht nur eine schnell aus einem Gedanken heraus hingeworfene Zeichnung sein, bei mir zeigt sie in dem Moment Wirkung. Ich suche mir auf dem Handy das Gedicht. Es wird als erstes eine Seite mit einer Variante aus Deutsch und Französisch angezeigt. Ich finde ...

In einer Welt der Ruinen aufrecht stehen bleiben

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Ein Reisebericht von: Egon Below   Tag 1 - Roma Mit leichter Sorge aufgrund der – zumindest für BRD-Verhältnisse – schwierigen Wetterlage machte ich mich am Montag mit meinem kleinen Koffer Richtung Bahnhof auf. Von dort ging es weiter zum Flughafen, um mit meiner überschaubaren Reisegruppe ins wunderschöne Italien genauer gesagt nach Rom – zu fliegen. Der Termin war nicht zufällig gewählt und für die meisten auch nicht der erste. Jährlich fand hier ein Andenken anläßlich des Acca-Larenzia-Massakers statt, bei dem drei Mitglieder des MSI (Movimento Sociale Italia) ermordet worden waren. Franco und Francesco wurden von einer Gruppe Kommunisten mit automatischen Waffen erschossen; Stefano starb durch die Kugel eines Polizisten, der sich nach einer Ladehemmung seiner Dienstwaffe die Pistole eines weiteren Beamten reichen ließ, nachdem Tumulte infolge des vorigen Attentats ausgebrochen waren. Am späten Nachmittag bei milden Temperaturen in Rom angekommen, steuerten wir nach einer kur...

Eine Chronik aus dem Zeitalter des Archäofuturismus

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Rezension   von: ein Pinguin Guillaume Faye – Ein Tag im Leben des Dimitri Leonidowitsch Oblomow.  Erschienen beim Jungeuropa Verlag Guillaume Faye, geboren 1949 in Angoulême in Neu-Aquitanien, verstarb am 6. März 2019 an einem Krebsleiden in Paris.   Guillaume Faye nimmt uns in seiner Novelle mit auf eine Reise des im Titel benannten Dimitri Leonidowitsch Oblomow, der als einer der Spitzenbeamten des neuen, regionalistisch anmutenden, supranationalen Staatengebildes Dienst tut. Dieses hat, nach dem kataklysmischen Zusammenbruch des liberalen Westens, unter russischer Führung, die Staatenwelt des heute bekannten Europas ersetzt und erstreckt sich nun über Sibirien bis nach Kamtschatka. Im Laufe dieser Fahrt, eingebettet in ein vergleichsweise lockeres Gespräch mit der Tochter eines indischen Würdenträgers, erfährt man grob, wie diese Welt seit dem Kollaps aussieht.  Die USA sind in einen Zustand völliger Zersplitterung entlang ethnischer Bruchlinien zurückgefall...